nifbe - Stader BeMJEP

Stader BeMJEP
Begleitung der Mädchen und Jungen vom Elementar- in den Primarbereich
Entwicklung und Erprobung einer übergangsbegleitenden Entwicklungsdokumentation mit Leitfaden zur Verfahrensgestaltung von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule
Die Evangelische Erwachsenenbildung AG Nord in Stade führt seit 01.09.2009 bis 31.08.2011 ein Projekt in Kooperation mit der Universität Leuphana in Lüneburg, der Hochschule 21 in Buxtehude und dem Beratungsteam des Brückenjahres in der Region Stade unter der Projektleitung von Elke Alsago (EEB) und Prof. Dr. Beate Lenck (HS 21) durch.
Ursprung dieses Projektes ist die seit Jahren intensive Netzwerkarbeit mit allen relevanten Fachstellen und Einrichtungen im Bereich der Kitas und Grundschulen. Die Förderung durch das „nifbe“, des Kirchenkreises Stade, der Max Traeger Stiftung haben das Projekt finanziell möglich gemacht.
Schon im Vorfeld des Projektes wurde eine Befragung der Kindertageseinrichtungen und Schulen zu den von ihnen angewandten Beobachtung- und Dokumentationsverfahren durchgeführt. Es gab eine sehr hohe quantitative und qualitative Beteiligung sowie intensive Auseinandersetzung aller Institutionen mit dieser Thematik des Überleitungsmanagements. Die Einrichtungen haben bisher sehr unterschiedliche Beobachtungs- u. Dokumentionsinstrumente. Die Verfahren sind wenig kompatibel aber es wird eine hohe Kompatibilität gewünscht. Kindertageseinrichtungen und Grundschulen brauchen und wollen eine Dokumentationsform, die ihnen dabei hilft, pädagogische Ideen für das einzelne Kind zu entwickeln und die Mädchen und Jungen auf ihrem Bildungsweg individuell zu begleiten. Die Eltern wünschen sich den Übergang transparenter und fordern eine deutlich höhere Beteiligung an der Begleitung ihrer Kinder.
In mehreren Workshops wurden Kriterien entwickelt, um die angewandten und möglichen Verfahren zu reflektieren und mit den Erfordernissen, die sich durch den gesetzlichen Auftrag an Beobachtung und Dokumentation stellen, verknüpft.
Im Januar 2010 gehen die ersten Modellprojekte an den Start (Kooperationen aus Kindertageseinrichtungen und Schulen), die sich in einer Fortbildung mit diesen Ideen vertraut machen, sie weiterentwickeln und in der Praxis erproben.
Ziel ist die Entwicklung von erprobtem und wissenschaftlich evaluiertem Material zur übergangsbegleitenden Entwicklungsdokumentation der einzelnen Mädchen und Jungen von der Kindertagesstätte in die Grundschule unter Berücksichtigung der Lernfelder des NOP und des Grundsatzerlass „Arbeit in der Grundschule“ in Verbindung mit Orientierungsrahmen für Schulqualität in Niedersachsen. Erfahrungen mit strukturierten (seldak, perik) und dokumentativen (Portfolio) Beobachtungsverfahren sollen in die Entwicklung des Materials einbezogen werden. Die Entwicklungsdokumentation soll nach einer Erprobungs- und Weiterentwicklungsphase in ausgewählten Einrichtungen (später möglichst flächendeckend) in der Region Stade zur Anwendung kommen.
Dieser Perspektivwechsel für die Fachkräfte aus dem Kindertagesbereich und der Schule erfordert die Entwicklung von Fortbildungsbausteinen mit Inhalten, wie z.B. „Das Bild vom Kind“, „Bildungsverständnis“, Unterstützende Interaktion mit dem Kind“, Anwendung des neuen Dokumentationsinstruments“, „Die Rolle der Beobachterin und des Beobachters“.
Des Weiteren ist die Entwicklung eines Leitfadens zur Verfahrenssicherheit, der rechtliche, zeitliche und organisatorische Abläufe für alle im Prozess des Übergangs beteiligten Fachkräfte aufgreift, erforderlich. Der Leitfaden wird ebenso die erfolgreiche Beteiligung der Mütter und Väter über die organisatorische Festschreibung von Gesprächen und Infoveranstaltungen, sowie formelle Vorlagen für Einverständnis-erklärungen in allen Phasen des Übergangs absichern.
Die Einheitlichkeit der Materialien wird die Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen und Grundschulen nachhaltig vereinfachen. Dadurch wird die Effizienz in Bezug auf die Erhebung des Entwicklungsstandes und der Dokumentation der individuellen Lernentwicklung im ersten Schuljahr erhöhen. Somit wird eine Entwicklung hin zu einer Pädagogik, die das einzelne Kind in seiner Entwicklung im Blick hat, verbessert und ein Paradigmenwechsel gefördert.
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